August-Update: Schüler ohne Account, Stundenplan-Verbesserungen & mehr
Drei Neuerungen aus diesem Monat: Schüler lassen sich jetzt ohne E-Mail-Adresse anlegen, der Stundenplan-Generator überschreibt keine manuellen Einträge mehr, und einmalige Stunden können direkt aus der Toolbar heraus eingetragen werden.
August-Update: Schüler ohne Account, Stundenplan-Verbesserungen & mehr
Drei Neuerungen aus diesem Monat — entstanden direkt aus Rückmeldungen laufender Schulen. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Thema, das uns schon länger beschäftigt: Was passiert, wenn nicht jede Familie einen digitalen Account haben möchte oder kann?
Schüler ohne Account
Nicht jede Schülerin und jeder Schüler hat eine E-Mail-Adresse. Jüngere Kinder, Familien ohne eigenes Gerät, Eltern, die grundsätzlich keinen digitalen Account einrichten möchten — das ist an Privatschulen, Waldorfschulen und heilpädagogischen Einrichtungen keine Ausnahme, sondern gelebte Realität.
Bisher bedeutete das: ein Parallelsystem. Excel-Liste neben der Software. Manuelle Übertragungen. Datenlücken, die sich irgendwann bemerkbar machen.
Was sich geändert hat
Schülerinnen und Schüler können jetzt direkt angelegt werden — ohne E-Mail-Adresse, ohne Login, ohne Account. Name, Klasse, Schuljahr — fertig. Das System braucht keinen Nutzeraccount als Grundlage mehr.
Wie es im Alltag funktioniert
Schüler ohne Account erscheinen überall, wo es darauf ankommt: in der Klassenliste, im Stundenplan, in der Notenübersicht, im Zeugnis-Export. Für die Schulverwaltung gibt es keinen sichtbaren Unterschied — beide Typen werden gleichbehandelt.
Gemischte Klassen
In der Praxis heißt das: Eine Klasse kann aus Schülern bestehen, die einen Account haben, und solchen, die keinen haben. Die einen sehen ihren Stundenplan in der App, erhalten Benachrichtigungen und können sich einloggen. Die anderen sind administrativ vollständig erfasst — ohne dass dafür irgendein Workaround nötig wäre. Beide tauchen korrekt in allen Ansichten auf.
Zeugnisse für alle
Der PDF-Export funktioniert unabhängig vom Account-Status. Noten werden von Lehrkräften eingetragen, das Zeugnis lässt sich für jeden Schüler exportieren — ob mit oder ohne Login.
Kein Workaround, keine Schattenliste
Das klingt nach einem technischen Detail. In der Praxis ist es eine Designentscheidung: Der Schüler ist die Basiseinheit. Ein Account ist eine Erweiterung — er schaltet Self-Service-Funktionen frei, ist aber keine Voraussetzung für die Verwaltung. Was ohne Account nicht geht — App-Login, Elternportal, Push-Benachrichtigungen — ist bewusst account-abhängig. Alles andere funktioniert einfach.
Stundenplan-Verbesserungen
Drei Änderungen, die den täglichen Umgang mit dem Stundenplan spürbar einfacher machen.
Manuelle Einträge bleiben erhalten
Bisher überschrieb der Generator beim Ausführen den gesamten Stundenplan — inklusive aller manuell eingetragenen Stunden und Einzeltermine. Das war ein echtes Problem: Wer einmal manuell nachgebessert hatte, verlor seine Arbeit beim nächsten Generierungslauf.
Das ist jetzt anders. Der Generator löscht nur noch Einträge, die er selbst erstellt hat. Manuell angelegte Stunden, einmalige Termine und Änderungen bleiben unberührt — egal wie oft der Generator danach noch ausgeführt wird.
Einmalige Stunde direkt aus der Toolbar
Bisher musste man auf eine leere Zelle im Stundenplan klicken, um eine einmalige Stunde einzutragen. Das bedeutete: erst zur richtigen Woche navigieren, dann die richtige Zelle finden, dann klicken.
Ab sofort gibt es in der Toolbar einen Button „+ Stunde anlegen". Ein Klick öffnet ein Formular, in dem Datum und Zeitstunde frei gewählt werden können — ohne vorher im Kalender zu navigieren. Für Einzel- oder Nachholtermine, die nicht im regulären Stundenplan stehen, ist das deutlich schneller.
Klarere Lösch-Bestätigung
Wer generierte Stunden löscht, sieht jetzt vorher, wie viele Einträge betroffen sind. Keine Überraschungen, kein stilles Löschen im Hintergrund. Erst Zählen, dann Bestätigen — dann löschen.
Warum nicht jede Schule 100 % digitale Adoption braucht
Schulsoftware geht oft davon aus, dass alle Beteiligten vollständig digital eingebunden sind. Jeder Schüler hat einen Account, jede Familie nutzt die App, jede Lehrkraft loggt sich täglich ein. In der Realität stimmt das selten — und das ist kein Problem, das gelöst werden muss.
An Waldorfschulen, Montessori-Schulen und heilpädagogischen Einrichtungen gibt es häufig Familien, die digitale Konten grundsätzlich ablehnen. Jüngere Kinder haben keine E-Mail-Adresse. Manche richten den Account einfach nie ein — nicht aus Unwillen, sondern weil es für sie keinen Mehrwert hat.
Ein System, das einen Account für jeden Schüler voraussetzt, erzwingt Workarounds. Die Verwaltung führt eine Parallelliste. Wichtige Daten fehlen oder werden doppelt gepflegt. Das ist keine Digitalisierung — das ist mehr Arbeit.
Das richtige Modell denkt in Schichten: Der Schüler steht im Mittelpunkt. Der Account ist optional und schaltet zusätzliche Funktionen frei. Wer ihn hat, profitiert von App-Zugang, Benachrichtigungen und Self-Service. Wer ihn nicht hat, ist trotzdem vollständig in der Verwaltung erfasst.
Flexibilität ist hier keine Ausnahme vom Normalzustand — sie ist das Design.
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